Ich bin so glücklich

Im Juli 2014 bekam ich gesagt, dass ich meine Autobiografie schreiben sollte. Eigentlich wollte ich lieber ein Buch über meine Volontärszeit in Israel schreiben. Na gut, dachte ich, dann schreibe ich halt erst einmal meine Autobiografie. Der Schwerpunkt meines Buches bezieht sich darauf, dass ich als christlich erzogenes Kind im Sozialismus aufwuchs. Plötzlich waren all die alten Erinnerungen wieder präsent und ich konnte schreiben „ohne aufzuhören“. Es ist ein Buch voller Lachen, aber auch ein Buch voller geweinter- und ungeweinter Tränen. Damals in meiner Kindheit und in meiner Jugend waren viele Dinge definitiv nicht witzig, aber mit einem Abstand von mehr als dreißig Jahren, gelingt es mir immer mehr über viele Erlebnisse zu lachen.

Im Dezember 2014 schrieb ich den letzten Satz in meinem Manuskript.

Dann begann das mühevolle Überarbeiten. Wie ich das hasse… 😦

Immer wieder kamen mir Zweifel. Wird dein Buch jemals erscheinen? Werden Menschen von dem angesprochen, was ich schrieb?

Dann, im Oktober 2015 meldete sich der Brunnenverlag bei mir. „Ihr Manuskript hat uns begeistert, wir würden gerne im nächsten Sommer ihr Buch herausbringen. Ich konnte mein Glück kaum fassen und erzählte jedem der es hören wollte (und jedem der es nicht hören wollte) davon.

Der Brunnenverlag wird es im August 2016 drucken. Dass ein großer Verlag wie der Brunnenverlag meine Geschichte veröffentlichen möchte, überwältigt mich.

Inzwischen steht schon der Titel fest. „Mein ungebügeltes Leben“ – eine Kindheit und Jugend in der DDR. Ich hoffe, dass der Titel neugierig macht. Jetzt bin ich auf das Cover gespannt.

Hoffentlich ist bald August!

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warum ich gerne schreibe

Das Schreiben steckt dir im Blut“ bekam ich schon im Teenie-alter häufiger gesagt. Bereits in der 4. Klasse wurde mein Aufsatz: „Mein schönstes Ferienerlebnis“ als einziger Aufsatz auf dem Elternabend vorgelesen. Es handelte sich dabei um den Bericht über eine Reise in öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem kleinen Hundewelpen. Die Mitreisenden konnten sich an dem tapsigen kleinen Hund nicht satt sehen. Mit stolz geschwellter Brust kehrten meine Eltern von selbigem Abend heim.

Am Ende meiner Deutschprüfung, auf der Realschule, erfuhr ich, dass ich den besten Aufsatz des Jahrgangs (vier Schulklassen) geschrieben hatte. Ich war sehr überrascht, dies zu hören.

Meine Mutter sagte häufiger: „Conny du schreibst bestimmt einmal ein Buch“. Ich dachte damals nur: „Warum soll ich denn ein Buch schreiben? Das liest doch sowieso keiner! Wer hat denn schon Lust, ausgerechnet dass zu lesen, was ich geschrieben habe?“

Immer häufiger schrieb ich, im „stillen Kämmerlein“, über die Dinge, die ich erlebt hatte. Leider ging Vieles verloren, denn damals gab es noch keinen Computer. Ab und an, las ich mal bei einem Familienfest etwas vor und erntete viele Lacherfolge und Komplimente.

Später arbeitete ich in einem Seniorenheim und wurde nach kurzer Zeit die Chefredakteurin der Heimzeitung. Sie hatte einen Umfang von 40 DIN A4 Seiten und erschien im Abstand von zwei Monaten. Beim Schreiben, der Artikel, spürte ich eine große „Leichtigkeit“ und Freude, über die Dinge, die wir mit unseren Bewohnern erlebt hatten, zu berichten.

Ich schrieb besonders häufig auch in schwierigen Lebenssituationen z B. auch in Zeiten von Prüfungen. Besonders in der Zeit, in der ich als Volontär für sieben Monate in einem Kibbuz in den Golanhöhen lebte, schrieb ich alle 14 Tage über meine Erlebnisse, meine Ängste, Einsamkeit und Sehnsüchte endlose Briefe (10 DIN A4 Seiten).

Mein Ehemann und ich, wir verreisen in unserem Urlaub gerne in etwas außergewöhnliche Länder, wie z:B. Malaysia, Israel und Australien. Mit großer Freude reagierten die Menschen auf meine Reiseberichte und man bat mich immer häufiger, endlich mal etwas zu veröffentlichen. Ich schrieb ein Buch über unsere zwei Australienreisen. Das Manuskript befindet sich z.Z. in der Überarbeitungsphase. Ich werde es im Anschluss an das Lektorieren verschiedenen Reiseverlagen anbieten. Ein Buch zu schreiben hatte ich mir eigentlich nie richtig zugetraut.

Im Jahre 2014 absolvierte ich an der Schule des Schreibens den Studiengang biografisches Schreiben. Während dieser Zeit entstand ein Buch, das ich schon viele Jahre in meinem Herzen trug.

Dieses Buch ist meine Autobiografie und handelt davon, wie ich als christlich erzogenes Kind im Sozialismus aufwuchs.

Das Schreiben erfüllt mich mit großer Freude und ich habe noch Ideen für Bücher, die ich gerne noch schreiben möchte. Doch ich möchte nicht einfach nur Bücher schreiben, die über meine subjektiven Erfahrungen berichten, ich möchte, richtig gute Bücher schreiben. Es sollen Bücher sein, die viele Menschen lesen und zum Lachen und zum Nachdenken anregen möchten.