Der Brunnenverlag wirbt für mein Buch!!! :-)

Mit Witz und Humor
– Eine authentische Lebens-und Liebesgeschichte, origenell erzählt
– Mit Emotionen und treffsicher geschrieben

Christliches Elternhaus ̶ sozialistischer Schulalltag: Conny stellt das vor schwierige Entscheidungen. Mit ihrem Witz bringt sie im tristen DDR-Alltag Menschen zum Lachen, riskiert aber auch, deswegen von der Schule geworfen zu werden. Eine christliche Jugendgruppe wird ihr wichtigster Bezug neben der Familie. Mit 16 verliebt sie sich unsterblich in Henry, den Pastorensohn. Henry ist Einzelgänger, mit der Zeit sehr eifersüchtig auf ihre Freunde. Wird ihre Freundschaft das aushalten? Eine leicht erzählte Lebensgeschichte, die uns so überzeugt hat, dass wir sie einfach veröffentlichen müssen.

Spaß bei der Lesung

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Foto Christa-Maria Brockmann

Auf der Suche

Es ist Sommer im Jahre 2001. Freunde haben mich zu einem Urlaub nach Skandinavien eingeladen. Da müssen sie mich nicht lange überreden, ich bin sofort Feuer und Flamme. Zwei Tage vor meiner Abreise, kaufe ich mir ein Handy. Zu dem Zeitpunkt, habe ich nicht nur keine Ahnung von der Bedienung eines solchen Gerätes, ich hielt einen Besitz bisher für äußerst überflüssig. Für meinen Trip in zwei fremde Länder, möchte ich jedoch gut ausgestattet sein. Wie soll ich auch sonst mit Marc und seinen Freunden Kontakt aufnehmen? Die Truppe ist schon vor ein paar Tagen nach Schweden gereist.
Im Geschäft frage ich mehrfach, ob das Telefon auch wirklich außerhalb von Deutschland funktioniert. Der Verkäufer rollt schon leicht genervt mit seinen Augen. Am Vorabend der Reise ruft mich Marc auf meinem Festnetz an. Er bittet mich noch einige Dinge zu besorgen und notiert gleich meine Handynummer. Das Telefonat ist kurz. Es endet mit der Ansage, den Rest besprechen wir, wenn du in Schweden ankommst. Bitte melde dich noch einmal vom Schiff. Wir hatten nicht einmal über die genaue Anschrift gesprochen.
Ich möchte mit einer Fähre der „TT-Line“ von Lübeck Travemünde nach Trelleborg reisen. Staunend stehe ich vor dem Meeresgiganten. Ein so imposantes Schiff habe ich noch nie gesehen. Ich bin aufgeregt und voller Vorfreude. Das Wetter ist, passend zu meiner Urlaubsstimmung, phantastisch. Ich sehe mich gleich nach einem gemütlichen Plätzchen, draußen auf dem Oberdeck um und lasse mir den Wind um die Nase wehen. Während die Sonne den Himmel in glühend rot, orange Farben taucht, telefoniere ich mit meinen Eltern. Solch ein Mobiltelefon ist doch recht nutzbringend. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen, denke ich.
Es wird kühl und ich suche ich mir einen Ort, an dem ich halbwegs bequem und ungestört schlafen kann.
Am Morgen erwache ich durch reges Treiben rings um mich her und dem Duft von frisch gebrühtem Kaffee. Ich erblicke in einiger Entfernung schon das Festland. Das ist bestimmt Schweden, denke ich und hole mir, gut gelaunt, einen Capuccino. Ich genieße ihn bei Sonnenschein draußen auf dem Deck.
Ich wähle die Nummer von Marc. Leider höre ich nicht einmal einen Piep. Ach, ich muss ja eine Vorwahl für Schweden benutzen.

»Können sie mir die Vorwahl von Schweden nennen?« erkundige ich mich bei dem gutaussehenden blonden, Mann. Er ist vermutlich Schwede. Ich unterhalte mich kurz mit ihm und erfahre, dass er aus Malmö stammt. Er hilft mir gleich mit der richtigen Vorwahl. Sofort starte ich einen erneuten Versuch, um die Crew, aus dem Haus am See zu erreichen.Wieder höre ich nicht einmal einen Piepton in meinem Gerät. Leicht hektisch drücke ich die Tasten und wähle immer wieder Marcs Nummer. Bekümmert muss ich erkennen, dass entgegen aller Zusage, die moderne Anschaffung, außerhalb Deutschlands nicht funktioniert. »Mist«.

Wie kann ich jetzt mit meinen Freunden, in Schweden, Kontakt aufnehmen? Ich habe nur äußerst spärliche Informationen über den Aufenthaltsort von Ihnen. Ich weiß nur, sie sind in einem Haus am See, im Wald, – in geringer Entfernung zu einem Ortes namens Ryd. Wir legen in Trelleborg an und ich suche mir sofort den Bahnhof. Er befindet sich zum Glück in unmittelbarer Nähe vom Hafen. Ein freundlicher Fahrkartenverkäufer kümmert sich um die Abfertigung der anderen Passagiere. Ich lächle ihn an und frage ihn auf Deutsch: „Können sie mir sagen wie ich am Besten nach Ryd komme?“ Der nette Herr lächelt zurück und antwortet im perfekten Deutsch: „Junge Dame in welches Ryd möchten sie denn überhaupt?

Wes gibt in Schweden wenigstens fünf Orte mit dem Namen Ryd“ Fassungslos starre ich ihn an. „Oh nein das kann doch nicht wahr sein“, murmel ich. Warum passieren eigentlich immer mir solche Dinge? Jetzt ist guter Rat wirklich teuer? Was soll ich nur tun? Ich muss mich erst einmal setzen und über die Situation nachdenken. Meine Hoffnungen auf einen schönen Urlaub und die Chance meine Leute zu finden sinken auf den Nullpunkt.
Doch so schnell gebe ich nicht auf. Ich bin schließlich nicht den weiten Weg nach Schweden gereist, um gleich wieder um zu kehren. Es ist ja nicht das erste Mal, dass bei meinen Reisen etwas schiefgeht. Ich erkundige mich nach der Verbindung, zu dem Ryd, dass sich von hier aus, am nächsten befindet. Der Bahnbeamte verkauft mir nicht nur ein Ticket, sondern druckt mir noch zwei Zugverbindungen aus. So erfahre ich, wie ich von Malmö aus noch zwei andere Ortschaften Ryd erreichen kann. Mit dankbarem Lächeln verabschiede ich mich.
Nach ca. zwei Stunden erreiche ich einen Ort Ryd. Nur wenige Passagiere steigen mit mir zusammen aus. Das wundert mich nicht, denn dies scheint ein ziemlich kleines Provinznest zu sein. Als ich aus dem Bahnhofsgebäude trete, verlässt mich mein Optimismus. Wie wahrscheinlich ist es, dass meine Freunde hier ihren Urlaub verbringen, und dass ich sie dann auch noch zufällig treffe? Frust breitet sich in mir aus. Hilfe, wie ich das hasse! Ich kaufe mir erst einmal ein Eis. Ich liebe Eis. Es ist für mich nicht nur lecker, sondern auch sehr tröstlich. Während ich so in der Sonne sitze und mein Eis genieße, höre ich auf einmal einen Ruf. Hat da nicht ebend jemand meinen Namen gerufen? Nein das kann ja wohl nicht sein. Das muss ich mir eingebildet haben. Bekommt man etwa von schwedischem Eis Halluzinationen, frage ich mich leicht besorgt. Erneut erklingt der Ruf. Dieses Mal ist es klar und deutlich zu hören. Irgendjemand ruft Conny, meinen Namen. Während meine Augen den Platz absuchen, steht auf einmal ein junger Mann vor mir. Es ist Marc aus Dresden, der schon seit geraumer Zeit auf mich wartet. Lachend schließt er mich in die Arme. Er sagt: „Es ist wirklich schön dich zu sehen, denn du machst es einem ja nicht gerade leicht dich zu finden.“ Ich kann mein Glück kaum fassen und berichte ihm sogleich von meinem Abenteuer. Wieder Erwarten, war ich also in dem »richtigen« Ryd gelandet. Es grenzt schon beinahe an ein Wunder, dass wir uns wirklich dort in Schweden gefunden haben.

Lesung „Auf der Suche“ im Rahmen der Hamburger Suedlese

Wie kommt ein altes Schwarz-Weiß-Foto in einen neuen Stiefel im Schuhgeschäft? Was macht man, wenn man mit Freunden in einem schwedischen Ferienhaus verabredet ist, vor Ort aber feststellt, dass es gleich mehrere Städte mit dem Namen Ryd gibt? Findet Georg seine Internetbekanntschaft Antonia auf dem Berliner Bahnhof, obwohl ihm das Erkennungszeichen, ein blauer Koffer, gestohlen wurde? Ob nach Liebe, dem Sinn des Lebens oder einer verlorenen Socke: Die meisten Menschen sind ständig „Auf der Suche“. Um genau solche Erfahrungen geht es in den Texten, die bei der gleichnamigen Lesung am Dienstag, den 12. April 2016, um 19.30 Uhr im Kulturverein Alles wird schön, Friedrich-Naumann-Str. 27 in Harburg-Heimfeld vorgetragen werden. Gelesen werden die ausdrucksstarken, teilweise preisgekrönten Beiträge von Mitgliedern der Schreibwerkstatt, die seit elf Jahren unter der Leitung von Redakteurin Kerstin Brockmann stattfindet und die sich über die Grenzen Hamburgs hinaus einen Namen gemacht hat. Von nachdenklichen bis fröhlichen Kurzgeschichten ist alles dabei. Der Eintritt ist frei.

Leipziger Buchmesse

Leipziger Buchmesse

Am Mittwoch dem 16. März fuhr ich gleich im Anschluss an meine Arbeit mit dem Bus nach Leipzig. Ich wollte das erste Mal die Leipziger Buchmesse besuchen und war entsprechend aufgeregt. Alles klappte super und gegen 21:00 Uhr war ich schon in Leipzig in meinem Quartier.

Bereits im Vorfeld las ich den dicken Veranstaltungskatalog und markierte mir interessante Vorträge und Lesungstermine.

Auf dem Weg zu den Messehallen stiegen viel junge Leute in die Straßenbahn. Sie hatten sich aufwendig und originell als die verschiedenen Comicfiguren kostümiert, denn in den Messehallen fand auch ein Mangatreffen statt.

Als ich die erste Halle betrat, erschlug mich fast die große Vielfalt des Angebotes. Ich fühlte mich überfordert und wusste nicht, wohin ich zuerst schauen sollte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich jedoch an diesen Trubel gewöhnt.

Ich hatte die Hoffnung auf der Messe einen Verlag für mein neues!🙂 Australienbuch zu finden. Leider kam es am Donnerstag weder zu einem Gespräch mit einem Lektor noch mit einem Verleger. Ich wurde bereits im Vorfeld mit irgendwelchen Zetteln „abgespeist“, die die Kontaktdaten der einzelnen Verlage enthielten. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Auch die Vorträge, die ich mir für Donnerstag ausgesucht hatte, erfüllten nicht meine Erwartungen. Erschöpft und leicht frustriert kehrte ich in meine Unterkunft zurück.

Am Abend wollte ich eine heitere Buchlesung mit Bastian Pastewka besuchen. Ich dachte mir, dort wird es bestimmt voll und machte mich entsprechend zeitig auf den Weg. Die Straßenbahn, mit der ich zu dem Veranstaltungsort fahren wollte, war jedoch in einen Unfall verwickelt. In der nächsten halben Stunde würde hier bestimmt kein Verkehrsmittel fahren. Missmutig lief ich an fünf Haltestellen vorbei durch die sächsische Metropole. Als ich um die letzte Ecke bog, sah ich, dass sich schon eine große Menschenmenge versammelt hatte. Es war klar, ich würde keinen Platz mehr im Vorlesesaal bekommen. Die Veranstalter hatten mit sehr zahlreichen Besuchern gerechnet und die Lesung mit Hilfe von Lautsprechern ins Foyer und nach draußen übertragen. Bei diesem „Hörspiel“ amüsierte ich mich köstlich.

Der Freitag startete gleich mit einem sehr interessanten Vortrag. Dann kam es für mich zu einem sehr guten Gespräch mit dem Reisebuchverlag, den ich für mein neues Buch schon im Vorfeld favorisierte. Der Verleger schien sich wirklich für mich und mein Projekt zu interessieren. Gut gelaunt begab ich mich zu dem nächsten Termin. Um 12:00 Uhr hatte ich ein Treffen mit einem Mitarbeiter des Brunnenverlages. Dort erscheint ja im August meine Autobiografie: „Mein ungebügeltes Leben“. Ich wurde zum Essen eingeladen und wir sprachen über ein neues Buchprojekt, welches ich demnächst starten möchte. Der Inhalt zu diesem Projekt ist jedoch noch geheim.;-) Wir stellten überrascht fest, dass wir gemeinsame Bekannte in der Kirchgemeinde in Oranienburg hatten. Manchmal ist die Welt wirklich klein!

Der Nachmittag verging mit interessanten Vorträgen und einer weiteren Buchlesung zu dem Thema: „Humor in der Kirche“. Auch an dieser Lesung hatte ich viel Freude.

Am Samstag postete ich einen kleinen Gruß bei Facebook. Daraufhin schrieb mir Stephan aus meiner Gemeinde, dass er mit dem Verleger eines Reiseverlages sehr gut befreundet ist. Wie sich herausstellte, war es der gleiche Verleger, mit dem ich am Tag zuvor schon so ein freundliches Gespräch hatte. Strahlend lief ich gleich noch einmal zu dem besagten Messestand. Dort wurde ich bereits erwartet. Der Verleger war selbst schon zwei Mal nach Australien gereist. Und so wurden gleich in entspannter Atmosphäre heitere Reiseerlebnisse aus getauscht.

Samstagabend gab es in einem Lokal eine offene Lesebühne. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich traute mich und meldete mich zum Lesen einer Kurzgeschichte an. Es war die Kurzgeschichte: „Mein ungebügltes Leben“, aus der meine Autobiografie entstand. Als ich mich anmeldete, wusste ich jedoch nicht, dass ich vor internationalem Publikum lesen würde. Nachdem ich meinen Betrag las, traten Mitstreiter aus Österreich, der Schweiz und aus Estland auf die Bühne. An diesem Abend wurde ein bunter Blumenstrauß aus schönen Geschichten der verschiedenen Genres gebunden. Es war ein sehr kurzweiliger und gelungener Abend. An dieser Stelle möchte ich dem Organisator des BvjA (Bundes Verband junger Autoren) Tobias Kiwitt herzlich danken. Siehe auch unterer Artikel

Am Sonntag hatte ich noch ein sehr berührendes Erlebnis. Eine fremde Frau erkannte mich (unter ca. 200.000 Messebesuchern – die Zahl stammt von einem Ticketkontrolleur. Die Tickets der Messebesucher wurden elektronisch gezählt. Sie hatte mich am Vorabend bei der Lesung gesehen. „Sie haben gestern so schön gelesen und ihre Geschichte hat mich sehr berührt.“ Mein Herz hüpfte!

Andy, der beste Ehemann von allen, holte mich am Sonntagnachmittag in Leipzig ab. Während der Rückfahrt rief ein weiterer Verleger an. Offensichtlich hatte er nicht nur von Tobias Kiwitt meine Kontaktdaten erhalten, er hatte auch mein Exposé von meinem neuen Australiebuch gelesen. Er wollte sich noch mit mir treffen. Dies war leider nicht mehr möglich. Doch wenigstens war ein weiterer persönlicher Kontakt zu einem weiteren Verlag hergestellt. Ein aufregendes Wochenende fand so sein Ende.

Offene Bühne in Leipzig

Das war die 3. Leipziger Offene Bühne

Eibe Meiners gewann in der Nacht zu Sonntag den „3. Leipziger Offene Bühne-Preis 2016“ des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA). Im vollen Saal von Horns Erben, bei dem selbst Stehplätze zur Mangelware wurden, lasen insgesamt 15 Autorinnen und Autoren und überzeugten das Publikum mit junger Literatur.

Der Abend ging viel zu schnell vorüber.

Es lasen Autorinnen und Autoren aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Österreich und der Schweiz. Es märchenhafte Lesung, bei der später das Märchen „Die Prinzessin von Bagdad“ des Bremerhavener Autors Eibe Meiners per Publikumsvoting den 1. Preis gewann.

Dabei gab es ein ziemliches Kopf-an-Kopf-Rennen beim Publikumsvoting zwischen einigen Autorinnen und Autoren, so dass es später 14 zweite Preise gab.

Es lasen:
Eibe Meiners, aus: „Die Prinzessin aus Bagdad“
Hanna-Laura Noack, aus: „Die Frau mit der Artischocke“ (noch unveröffentlicht)
Olja Avir, aus: „Kein Meer“ (erschienen im Zaglossus Verlag)
Conny Schramm, aus: „Mein ungebügeltes Leben“
Max Beckmann, aus: „Blutgericht in Anger-Crottendorf“
Simon Schneider, aus: „Feuerbrunst“
Christine Klinger, aus: „Der Kuss“
Carl Willckens, aus: „A Circle Closes“
Joachim Seibt, aus „Akademische Viertelstunde“
Svea Lehmann, diverse Lyrik
Juliane Jacobsen, aus: „Maxi und Moritz – Hasenzeit“
Suse Schröder, aus: „Brüderlich geteilt, schwesterlich beschissen“
Miku Sophie Kühmel, aus: „Traum?“ und „Mein Name sei Niemand“
Rike Ringeis; aus: „Jungs“ (Kurzgeschichte)
Die Gruppe Kollektiv Roman, aus: „Wollen schon“
und Lisi Mägi las aus dem bilingualen Kinderbuchprojekt „Schlaf gut, kleiner Wolf“

Ich bin so glücklich

Im Juli 2014 bekam ich gesagt, dass ich meine Autobiografie schreiben sollte. Eigentlich wollte ich lieber ein Buch über meine Volontärszeit in Israel schreiben. Na gut, dachte ich, dann schreibe ich halt erst einmal meine Autobiografie. Der Schwerpunkt meines Buches bezieht sich darauf, dass ich als christlich erzogenes Kind im Sozialismus aufwuchs. Plötzlich waren all die alten Erinnerungen wieder präsent und ich konnte schreiben „ohne aufzuhören“. Es ist ein Buch voller Lachen, aber auch ein Buch voller geweinter- und ungeweinter Tränen. Damals in meiner Kindheit und in meiner Jugend waren viele Dinge definitiv nicht witzig, aber mit einem Abstand von mehr als dreißig Jahren, gelingt es mir immer mehr über viele Erlebnisse zu lachen.

Im Dezember 2014 schrieb ich den letzten Satz in meinem Manuskript.

Dann begann das mühevolle Überarbeiten. Wie ich das hasse…😦

Immer wieder kamen mir Zweifel. Wird dein Buch jemals erscheinen? Werden Menschen von dem angesprochen, was ich schrieb?

Dann, im Oktober 2015 meldete sich der Brunnenverlag bei mir. „Ihr Manuskript hat uns begeistert, wir würden gerne im nächsten Sommer ihr Buch herausbringen. Ich konnte mein Glück kaum fassen und erzählte jedem der es hören wollte (und jedem der es nicht hören wollte) davon.

Der Brunnenverlag wird es im August 2016 drucken. Dass ein großer Verlag wie der Brunnenverlag meine Geschichte veröffentlichen möchte, überwältigt mich.

Inzwischen steht schon der Titel fest. „Mein ungebügeltes Leben“ – eine Kindheit und Jugend in der DDR. Ich hoffe, dass der Titel neugierig macht. Jetzt bin ich auf das Cover gespannt.

Hoffentlich ist bald August!

warum ich gerne schreibe

Das Schreiben steckt dir im Blut“ bekam ich schon im Teenie-alter häufiger gesagt. Bereits in der 4. Klasse wurde mein Aufsatz: „Mein schönstes Ferienerlebnis“ als einziger Aufsatz auf dem Elternabend vorgelesen. Es handelte sich dabei um den Bericht über eine Reise in öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem kleinen Hundewelpen. Die Mitreisenden konnten sich an dem tapsigen kleinen Hund nicht satt sehen. Mit stolz geschwellter Brust kehrten meine Eltern von selbigem Abend heim.

Am Ende meiner Deutschprüfung, auf der Realschule, erfuhr ich, dass ich den besten Aufsatz des Jahrgangs (vier Schulklassen) geschrieben hatte. Ich war sehr überrascht, dies zu hören.

Meine Mutter sagte häufiger: „Conny du schreibst bestimmt einmal ein Buch“. Ich dachte damals nur: „Warum soll ich denn ein Buch schreiben? Das liest doch sowieso keiner! Wer hat denn schon Lust, ausgerechnet dass zu lesen, was ich geschrieben habe?“

Immer häufiger schrieb ich, im „stillen Kämmerlein“, über die Dinge, die ich erlebt hatte. Leider ging Vieles verloren, denn damals gab es noch keinen Computer. Ab und an, las ich mal bei einem Familienfest etwas vor und erntete viele Lacherfolge und Komplimente.

Später arbeitete ich in einem Seniorenheim und wurde nach kurzer Zeit die Chefredakteurin der Heimzeitung. Sie hatte einen Umfang von 40 DIN A4 Seiten und erschien im Abstand von zwei Monaten. Beim Schreiben, der Artikel, spürte ich eine große „Leichtigkeit“ und Freude, über die Dinge, die wir mit unseren Bewohnern erlebt hatten, zu berichten.

Ich schrieb besonders häufig auch in schwierigen Lebenssituationen z B. auch in Zeiten von Prüfungen. Besonders in der Zeit, in der ich als Volontär für sieben Monate in einem Kibbuz in den Golanhöhen lebte, schrieb ich alle 14 Tage über meine Erlebnisse, meine Ängste, Einsamkeit und Sehnsüchte endlose Briefe (10 DIN A4 Seiten).

Mein Ehemann und ich, wir verreisen in unserem Urlaub gerne in etwas außergewöhnliche Länder, wie z:B. Malaysia, Israel und Australien. Mit großer Freude reagierten die Menschen auf meine Reiseberichte und man bat mich immer häufiger, endlich mal etwas zu veröffentlichen. Ich schrieb ein Buch über unsere zwei Australienreisen. Das Manuskript befindet sich z.Z. in der Überarbeitungsphase. Ich werde es im Anschluss an das Lektorieren verschiedenen Reiseverlagen anbieten. Ein Buch zu schreiben hatte ich mir eigentlich nie richtig zugetraut.

Im Jahre 2014 absolvierte ich an der Schule des Schreibens den Studiengang biografisches Schreiben. Während dieser Zeit entstand ein Buch, das ich schon viele Jahre in meinem Herzen trug.

Dieses Buch ist meine Autobiografie und handelt davon, wie ich als christlich erzogenes Kind im Sozialismus aufwuchs.

Das Schreiben erfüllt mich mit großer Freude und ich habe noch Ideen für Bücher, die ich gerne noch schreiben möchte. Doch ich möchte nicht einfach nur Bücher schreiben, die über meine subjektiven Erfahrungen berichten, ich möchte, richtig gute Bücher schreiben. Es sollen Bücher sein, die viele Menschen lesen und zum Lachen und zum Nachdenken anregen möchten.